Wahn use olde Heimat

Die Post in Wahn

von Hermann Röttgers, Sögel

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Die Hauptstraße, links der Gasthof Oldiges (Holtmanns Beni) und die Wahner Postagentur.

Wahn war für den Hümmling bis zum Jahr 1841 Mittelpunkt der Postbeförderung. Fürstbischof Bernhard von Galen, Münster, ordnete 1651 an, eine zweimal wöchentlich verkehrende Botenpost von Münster über Lingen, Haselünne, Wahn, Kluse, Aschendorf nach Ostfriesland einzurichten. In der Franzosenzeit (1807) wurde im Hause Grüter in Wahn eine Postspedition eingerichtet und dem Postamt Lingen unterstellt. Die Postspedition Wahn wurde später nach Lathen verlegt. Ab 1841 leitete man die Post von Meppen über Haselünne, Berßen, Sögel, Wahn, Kluse nach Aschendorf. Mit Inbetriebnahme der Eisenbahn Emden-Rheine im Jahre 1856 wurde eine Pferdepost eingerichtet, die von Lathen über Sögel nach Werlte führte, ohne den Ort Wahn zu berühren. Mit dem Bau einer festen Straße von Lathen nach Wahn im Jahre 1862 wurde der Ort wieder von der Post angefahren. Ab 1898 übernahm die Hümmlinger Kreisbahn den Transport der Postgüter.

Die PostdienststeIle Wahn war zuletzt im Hause des Kaufmanns und Gastwirts B. Holtmann-Oldiges. Die Postspedition Lathen hat von 21.09. bis 04.11.1864 14.405 Stück Krammetsvögel befördert, die von den Postspeditionen Sögel und Werlte angeliefert wurden. Ein Vogel kostete im Durchschnitt 1/2 Groschen. Am 18.10. wurden 950 Stück verschickt.

(Ems- und Haseblatt vom 20.11.1864 Nr. 47)